Hypnose und Hypnotherapie

Seit einigen Jahren wird moderne Hypnotherapie, die seit 2006 zu den wissenschaftlich anerkannten Therapieverfahren zählt, in Therapie– und Beratung genutzt.

Aber, was ist Hypnose?

Hypnose ist die Technik, einen bestimmten nach innen gerichteten Bewusstseinszustand zu erreichen und diesen stabil zu halten. Und auch der Zustand selber wird oft Hypnose genannt. Die Aufmerksamkeit ist nach innen gerichtet oder, anders formuliert: Hypnose ist Meditation mit einer Ausrichtung.

Sie ist lösungsorientiert:
Ihr Ausgangspunkt sind die individuellen Ziele, Wünsche und Vorstellungen des Klienten.

Sie ist ressourcenorientiert:
Auch die unbewussten Möglichkeiten, Fähigkeiten und Ressourcen des Klienten können aktiviert und für die Lösungsmöglichkeiten nutzbar gemacht werden.

Sie ist der Königsweg für eine direkte Kommunikation mit den enorm hilfreichen Kräften/ Möglichkeiten des Unterbewussten, vorbei an der sogenannten 'kritischen Fakultät'. Diese kritische Fakultät ist die Instanz des Verstandes, die gerne die alten Erfahrungen nimmt, um zu begründen, warum "das ja noch nie funktioniert hat!" Doch: Wer immer nur das erwartet, was er schon kennt, wird auch nur das bekommen, was er immer schon hatte! Und so hilft der der Weg der Hypnose zu den Möglichkeiten des Unbewussten, Neues zu wagen und zu lernen, indem sie den Geist vollständiger anspricht und nicht nur den kritischen Verstand.

So steht in der Hypnotherapie die Welt der handlungsleitenden Vorstellungen und inneren Bilder im Mittelpunkt dieses Grenzganges zwischen Wach– und Traumbewusstsein.

Manchmal mithilfe von Trance, manchmal im Gespräch, erleichtert die Hypnotherapie den Zugang zu den eigenen traumhaften Imaginationen und Abläufen des Unbewussten. Sie ermöglicht es, im Körper gespeichertes Wissen sowie tief sitzende Intuitionen nutzen zu können. Tiefliegende (und oft nicht bewusste) Glaubenssätze, Bilder und Vorstellungen über das Leben können auf diese Art leichter zugänglich und damit auch veränderbar gemacht werden.


5 Fragen zu Hypnose und Hypnotherapie

Frage 1

Ist Hypnose bei mir eigentlich möglich?

Jeder geistig gesunde Mensch ist prinzipiell hypnotisierbar, es braucht keine besonderen Voraussetzungen, denn Hypnose ist ein natürlicher Zustand. Etwas, was Sie schon einmal erlebt haben, als Sie sich so auf eine Tätigkeit konzentriert haben, dass die Welt um sich herum für einige Momente völlig ausgeblendet war. Zum Beispiel in einem intensiven Gespräch, bei einem guten Buch oder einem spannenden Film. Hypnose ist nicht passiv von außen aufgesetzt. Sie gleicht viel mehr einer geschickten Einladung, sich auf eine Reise nach innen zu den Möglichkeiten der eigenen Kraft zu bewegen. Die Frage ist also nicht, ob jemand hypnotisiert werden kann, sondern ob der Zustand gezielt herbeigeführt und aufrechterhalten werden kann und wie Sie ihn nutzen, um Ihre Ziele zu erreichen.

Frage 2

Wie fühlt sich Hypnose/Trance innerlich an?

Das Erleben der Hypnose ist individuell. Zwar gibt es Merkmale, die immer mal wieder auftreten können, aber eben nicht bei jeder Person so erlebt werden müssen. Daher kann die folgende Aufzählung nur eine grobe Orientierung anbieten. Meist fühlt es sich behagliche und entspannt an. Der Körper ist ruhig, während die Aufmerksamkeit wach und nach innen fokussiert bleibt. Einige weitere dieser Gemeinsamkeiten, die in unterschiedlicher Ausprägung und Gewichtung erfahren werden können, sind: ein angenehmer geistiger Schwebezustand, eine erhöhte Fähigkeit zu bildhafter Vorstellung, eine Fähigkeit, sich zu fokussieren und eine Art Traumlogik, die, wie in einem Traum, das Erleben wahrnimmt, ohne es zu bewerten.

Frage 3

Behalte ich meinen Willen oder die Kontrolle über mich?

Ja! Sind Sie beeinflussbar? Auch ja! Denn Beeinflussung und Unterstützung darin zu erlangen, Ihre Ziele zu erreichen, ist ja einer der Gründe, warum Sie sich für Hypnose oder Hypnotherapie interessieren! Anders als Bühnenhypnose glauben machen will, beruht (therapeutische) Hypnose auf Kooperation. Nichts geht gegen Ihren Willen. Im Gegenteil. Die unterschiedlichen Bedürfnisse, Hemmnisse und Willensimpulse sollen ja so miteinander kooperieren, dass Sie eine höhere Zufriedenheit in Ihrem Leben erreichen. Bewusste und unbewusste Impulse sollen wieder in Einklang kommen und gemeinsam neue Lösungen finden. Das geht nur im Einklang mit Ihrem Wollen und Ihren Wertvorstellungen.

Frage 4

Kann man nach der Hypnose wieder Auto fahren oder Termine wahrnehmen?

Während Sie etwas anders machen, wie zum Beispiel Auto fahren, sollten Sie keine aufgenommenen Entspannungsreisen hören. Aber wenn die Hypnose vorüber ist, werden Sie sich eher ausgeruht und energetisch fühlen. Sie können dann auch ihre Alltagsaktivitäten wiederaufnehmen. Um aber den vollen Effekt der Hypnose zu behalten, lohnt sich eine kleine Pause, bevor Sie Ihren Alltag wieder aufnehmen.

Frage 5

Wozu kann man das nutzen?

Es gibt eine große Fülle von Bereichen, in denen Hypnose klassischerweise angewandt wird. Das reicht von Themen der Lebenshilfe über Unterstützung bei sportlichen Leistungen bis hin zu medizinischen Themen, wie zum Beispiel:


Hypnose und chronischer Schmerz

Schmerzkontrolle gehört zu einem der ältesten Einsatzgebiete der modernen Wiederentdeckung der hypnotischen Trance. Schon einer der ersten Hypnotiseure, James Esdaile, nutzte Hypnose zur Betäubung vor Operationen. Bei chronischen Schmerzen wird die Therapie mit Hypnose angewandt, um das Empfinden des Schmerzes, also wie der Schmerz vom Menschen wahrgenommen wird, durch den psychologischen Einfluss der Hypnose deutlich zu verändern.

Schmerzerleben ist ein komplexes Gebilde. Wie stark und unangenehm ein Schmerz empfunden wird, hängt nicht nur von der Wucht des auslösenden Ereignisses ab, sondern auch noch von einer Fülle weiterer Faktoren. Dazu gehören begleitende Emotionen, die Art des gedanklichen Umgangs (mache ich mir zum Beispiel Selbstvorwürfe oder fühle mich schuldig oder ausgeschlossen), oder das Verhalten, das ich an den Tag lege (ob ich mich zum Beispiel trotz einiger ‚Warnschüsse‘ meines Körpers immer noch überfordere und weiter Überstunden mache), und noch einiges mehr.

Das "Umfeld" und der Umgang mit den Schmerzen sind Bestandteil des Geschehens und können in die Hypnosetherapie miteinbezogen werden.


Hypnose und Stressbewältigung

Nervös, gestresst und keine Zeit? Wer kennt sie nicht, die Tage, die von „Muss“ und “Sollst“, von Überforderung und Gereiztheit gekennzeichnet sind. Tage an denen man sich einfach „gestresst“ fühlt. Solange das ab und an mal vorkommt, ist es kein Problem. Aber der Anstieg der gesundheitlichen Folgeerkrankungen von Stress und Burnout um bis zu 35% in den letzten 5 Jahren spricht eine andere Sprache. Stress zu haben wird oft als Umschreibung genutzt für unterschiedliche Arten, aus der Balance zu sein, körperlich wie seelisch.

Soweit muss man es erst gar nicht kommen lassen. Vorbeugend Entspannungsfähigkeit zu lernen und einen effektiven Umgang mit äußeren Belastungen zu erlangen, ist sogar noch effektiver als Stressmanagement zu betreiben, wenn die Stressreaktionen schon manifest sind.

Wenn Sie die besondere Selbsthypnose erlernen wollen, um sich auf Wunsch zu entspannen und Ihre innere Ausgeglichenheit (wieder) zu erlangen, vereinbaren Sie mit mir einige wenige Einzeltermine. Sie können die Selbsthypnose schnell erlernen und anwenden. Oder Sie suchen sich einen der Termine für ein Kurzseminar aus.


Hypnose und Ängste

Im Ursprung ist Angst eine natürliche, körperliche Stressreaktion. Der Körper wird darauf vorbereitet, mit Angriff oder Flucht zu reagieren. Meist rast das Herz, die Hände werden feucht und man fühlt sich schlecht und mulmig. Auch wenn es heute nicht mehr Bären oder Mammuts sind, die uns in Schrecken versetzen, sondern Prüfungen, Gespräche mit dem Chef oder Auftritte vor Publikum, ist die körperliche Reaktion noch so wie bei unseren Vorfahren. Vergeht die Situation, die als überfordernde Gefahr wahrgenommene wurde, oder fällt uns eine neue Stärke zu, um damit besser umgehen zu können, verebben die Reaktionen unseres Körpers wieder. Der Alarm vergeht und der Alltag hat uns wieder.

Anders ist es, wenn die Ängste außer Kontrolle geraten, es über lange Zeit keine Entspannung mehr gibt und Angstauslösendes in vielen Bereichen des Alltags gesehen wird.

Wenn die Höhe einer Leiter die gleichen Körperreaktionen aufruft wie ein übertiefer Abgrund, es bei einer Prüfung um Leben oder Tod statt um eine gute oder schlechte Note zu gehen scheint, oder aber das Sprechen vor Menschen so empfunden wird, als stünde man vor einer Horde von Feinden, um nur einige Beispiel zu nennen. Und wenn die Angst vor der Angst hinzukommt.

In Situationen wie diesen werden dann Lebendigkeit und Freiheit immer mehr eingeschränkt. Die Welt, in der man sich ungehemmt bewegen kann, wird enger, und das Leben scheint zu einer Art (innerem) Gefängnis zu werden.

Die Hypnose setzt dafür an zwei Stellen an. Bei der Entspannung und bei den Inneren Bildern und Bewertungen. Der erste Schritt ist das Erlernen effektiver Entspannungstechniken, die Fähigkeit "Entspannung auf Wunsch" zu erlangen. Denn: Entspannung und Angst schließen sich aus. Gleichzeitig entspannt zu sein und Angst zu haben ist nicht möglich. Die Angst weicht, wenn der Körper entspannt ist. Meist basiert das Erleben der Hypnose auf einer inneren Entspannung, und durch die Möglichkeiten der Selbsthypnose wird dieser Aspekt noch zusätzlich gestärkt. Es können Techniken eingeübt werden, die dieses zielgerichtete Entspannen auf leichte und angenehme Art ermöglichen, um aufsteigenden Angstreaktionen schon im Aufbau etwas entgegen zu setzen.

Der zweite Schritt setzt bei den inneren Bewertungen an. Denn Angst beginnt im Kopf. Nicht die Situation selbst, sondern die Bewertung der Situation ist entscheidend. Ob etwas als bedrohlich oder sogar (lebens-)gefährlich erlebt wird, wird weitestgehend gesteuert durch die Muster unserer Vorerfahrungen, Überzeugungen und Werte, eben durch die Bilder, die wir uns von der Welt machen. Die Hypnose setzt bei diesen inneren Bewertungen und Bildern an, mit dem Ziel, die angsterzeugenden inneren Bilder zu weiten, zu lockern und durch Bilder und Ressourcen der Sicherheit und Stärke zu ersetzen.


Hypnose und Rauchen – Nichtraucher mit Hypnose

Wenn Sie genug davon haben, Ihr Geld mit Zigaretten in Luft aufzulösen und Ihre Gesundheit zu belasten, dann entscheiden Sie sich für einen direkten Weg, rauchfrei zu sein.

Wenn Sie Hypnose nutzen wollen, um Ihre Entscheidung, rauchfrei zu sein, zu unterstützen und umzusetzen, dann haben Sie einen Weg gewählt, leichter und nachhaltig ein zufriedener Nichtraucher zu sein und Ihrer Gesundheit etwas Gutes zu tun. Hypnose ist einer der bekanntesten Wege zur Freiheit vom Tabak. Sie ist kein Wundermittel, aber eine starke Unterstützung für Ihren Entschluss. Und sie gibt ihrem Willen einen Verbündeten an die Hand. Statt mit Gereiztheit und Verzicht können Sie die ersten Schritte in ihr gesünderes Leben mit Entspannung und Freude beginnen.

Neubeginn heißt drei Schritte gehen: Entschluss, die Richtungsänderung in der Hypnose, und Unterstützung auf dem neuen Weg mit Techniken, die helfen, Entspannung zu erleben und das neue Lebensbild hell und lebendig zu halten. Wenn Ihnen dieser Weg zusagt, rufen Sie an, um Ihren Weg zu beginnen.